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Qualitätsverständnis

Qualität

Wir sind seit 2010 nach dem Qualitätsmanagementsystem QVB Stufe A zertifiziert.

Dieses Zertifizierungsverfahren ist ein Branchenmodell für verbund- und werteorientierte Einrichtungen in der Erwachsenen-/Weiterbildung  und wendet Grundprinzipien wie Qualitätsverständnis, Bestandsaufnahme und Projekte zur Qualitätsentwicklung, von Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung nach dem QVB-Rahmenmodell an.

Innerhalb dieses Qualitätsverständnisses arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Bildungsangebote und Dienstleistungen. Dabei unterliegen unsere Organisationabläufe einem ständigen Optimierungsprozess. So möchten wir sicherstellen dass Ihr Lernen bei uns gelingt.

Ihre Meinung ist uns wichtig. Wir freuen uns über Ihre Hinweise und Anregungen.

1. Wertebindung / Leitideen

Wir, das Bildungswerk der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Thüringen e.V., sind ein gemeinnütziger Verein mit einem breit gefächerten Bildungsangebot auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung in Thüringen und eine vom zuständigen Thüringer Ministerium anerkannte und geförderte Einrichtung gemäß den Anforderungen des Thüringer Erwachsenenbildungsgesetzes (ThürEBG). Das Erwachsenenbildungsgesetz, dessen Durchführungsverordnungen sowie die Vereinssatzung bilden die rechtliche Grundlage unseres Auftrages.

Dem gesetzlichen Auftrag entsprechend und der Tatsache, dass wir uns auch aus öffentlichen Mitteln finanzieren, stehen wir mit unserem Bildungsangebot in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung. Unsere Aufgabe als anerkannter Erwachsenenbildungsträger ist es, thüringenweit Bildungsinhalte der Bereiche der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Erwachsenenbildung anzubieten und durchzuführen (ThürEBG vom 18.11.2010, § 2). Unsere Bildungsveranstaltungen verstehen sich als offene Angebote, die grundsätzlich jede/r interessierte/r Bürger/in wahrnehmen kann.

Unsere Bildungsarbeit ist auf Vielseitigkeit und die Bildung des „ganzen“ Menschen ausgerichtet. Für uns ist Bildung mehr als instrumentelles, auf Verwertung gerichtetes Wissen.

Sie zielt sowohl auf die Auseinandersetzung mit verschiedenen Wertvorstellungen und Weltanschauungen als auch auf die Erweiterung der persönlichen und beruflichen Handlungsfähigkeit ab.

Wir bieten dem Einzelnen die Möglichkeit zu lebenslangem Lernen, denn lebensbegleitendes Lernen nimmt unserem Verständnis nach eine Schlüsselrolle im Hinblick auf Chancengleichheit ein.

In unserem Grundverständnis als gewerkschaftlich orientierte Bildungseinrichtung sind wir den Werten der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verbunden und setzen uns für eine sozial gerechte demokratische Gesellschaft und Arbeitswelt ein. Wir betrachten die Welt der Arbeit aus der Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Darüber hinaus kooperieren wir mit gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und Initiativen und nehmen die pädagogische Verantwortung für die Durchführung von Erwachsenenbildungsveranstaltungen gemäß ThürEBG in den Regionen Thüringens wahr.

2. Bildungsverständnis, Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Leitprinzip unseres Bildungsverständnisses ist der partnerschaftliche Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden, der sich an den Arbeitswelten, Lebenslagen und Erfahrungen der Teilnehmenden orientiert. Wir vertreten daher einen subjektorientierten Ansatz für den Bildungsprozess, in dessen Planung, Durchführung und Auswertung die Zufriedenheit unserer Teilnehmer/innen, Auftraggeber und Lehrenden unser wichtigster Prüfstein für eine qualitativ gute Bildungsarbeit darstellt.

Für diese qualitativ gute Bildungsarbeit setzen wir uns folgende Prämissen:

Ein wesentliches Ziel unserer Arbeit ist es, zur Fort- und Weiterbildung von Thüringer Bürgerinnen und Bürgern beizutragen. Wir möchten, dass sich die Teilnehmer/innen mit ihrem Bildungswunsch bei uns gut aufgehoben fühlen, unsere Einrichtung als Ort der Kommunikation und des sozialen Miteinander erleben und uns als kompetenten und verlässlichen Bildungspartner erfahren.

  • Teilnehmerorientierung:
    Erwartungen und Lernwünsche der Teilnehmer/innen werden berücksichtigt, aufgegriffen und mit den Zielen der Bildungsveranstaltung in Einklang gebracht.
  • Methodenvielfalt/ Handlungsorientierung:
    Die Wissensvermittlung seitens der Lehrenden erfolgt auf der Grundlage moderner Lern- und Arbeitsmethoden.
  • Das Selbstbewusstsein der Teilnehmer/innen wird durch eine von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägte Lernatmosphäre gestärkt.
  • Praxisorientierung:
    Teilnehmer/innen können ihr Wissen und ihre Handlungskompetenzen für den beruflichen Alltag erweitern und das Gelernte in der Praxis umsetzen.
  • Soziales Lernen:
    Teilnehmer/innen können ihre sozialen Kompetenzen durch die aktive Teilnahme an den Veranstaltungen weiterentwickeln.
  • Optimale Lernbedingungen:
    Der Lernprozess findet in angenehmer Atmosphäre und unter unterstützenden Rahmenbedingungen statt.

Im Hinblick auf gesellschaftliche Veränderungen sind wir bestrebt, unser Bildungsangebot weiterzuentwickeln und an veränderte Bildungsbedarfe der Teilnehmer/innen anzupassen. Wir reagieren mit Bildungsangeboten zeitnah und flexibel auf aktuell formulierte Nachfragen von Beschäftigten und Teams aus Einrichtungen, Dienststellen und Betrieben.

Unsere Bildungsangebote sind Angebote der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Bildung. Dies sind z.B.:

  • Themen zur Arbeit von gesetzlichen Interessenvertretungen,
  • arbeitsrechtliche Themen/ aktuelle Rechtsprechung,
  • tarifrechtliche, branchenspezifische und gewerkschaftspolitische Themen sowie
  • Themen aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Gesundheit, Pflege, Kommunikation, soziale Kompetenz, Persönlichkeitsbildung, Geschichte, Zeitgeschehen und Politik.

Auf Grund der Verschiedenheit unserer Zielgruppen und deren unterschiedlicher Bildungsbedürfnisse, bieten wir ein breitgefächertes Angebot an Tages- und Mehrtagesseminaren sowie an berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahmen und Schulungen an. Darüber hinaus organisieren wir Teamfortbildungen und Inhouse-Veranstaltungen.

3. Professionalität

Zur Gewährleistung unserer Bildungsarbeit stehen uns neben den hauptamtlichen Mitarbeiter/ innen ca. 50 qualifizierte, zum Teil promovierte, freie Referent/innen und ehrenamtiche Teamer/innen zur Verfügung.

Um Professionalität zu gewährleisten, sorgen wir dafür, dass wir einen qualitätsgerecht arbeitenden Bildungsbetrieb führen, unsere hauptamtlich Tätigen jährliche Mitarbeiterfortbildungen wahrnehmen und unsere Referenten/innen und Teamer/innen qualitätsgerecht arbeiten. Wir legen dabei besonderen Wert auf eine teilnehmer- und praxisorientierte Wissensvermittlung, die mit modernen Lern- und Arbeitsmethoden einhergeht.

Bei den Bildungsangeboten für gesetzliche Interessenvertretungen und gewerkschaftspolitische Schulungen legen wir zudem Wert auf den Blick aus Arbeitnehmersicht.

Der Einsatz von standardisierten Feedbackfragebögen am Ende jeder Veranstaltung ermöglicht die unmittelbare Überprüfung der Seminarqualität. In regelmäßigen Referentengesprächen und Teamertreffen wird der Konsens zwischen der hauptamtlichen und der freiberuflichen bzw. ehrenamtlichen Bildungsarbeit hergestellt und Bildungsinhalte weiterentwickelt.

4. Zielgruppen

Mit unseren Bildungsangeboten wenden wir uns entsprechend unseres gesetzlichen Auftrages an weiterbildungsinteressierte Bürger, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Unsere Angebote sind grundsätzlich für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin offen, unabhängig von Beruf, Konfession sowie Partei- und Gewerkschaftszugehörigkeit.

Wir arbeiten zielgruppenorientiert, insbesondere für:

  • Fachkräfte im pädagogischen und sozialen Bereich,
  • gesetzliche Interessenvertretungen (Betriebsräte, Personalräte, Mitarbeitervertretungen, Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Schwerbehindertenvertretungen),
  • an gewerkschaftspolitischer Arbeit interessierte ver.di-Mitglieder und Nichtmitglieder sowie
  • Weiterbildungsinteressierte, die ihre soziale und personale Kompetenz weiterentwickeln möchten und sprechen zugleich mit unserer Programmvielfalt Menschen mit unterschiedlichem Bildungsinteresse an.

Damit wir in der Öffentlichkeit von möglichst vielen Menschen wahrgenommen werden, achten wir auf eine breit gestreute, aber dennoch gezielte Ansprache unserer potentiellen Teilnehmer/ innen. Zu diesem Zweck versenden wir unsere umfangreichen Bildungsprogramme gezielt an Einrichtungen, Dienststellen und Betriebe in Form von jährlichen Programmheften und wöchentlichen Rundmails. Darüber hinaus veröffentlichen wir unsere Schulungsangebote auf unserer Website und regelmäßig per Pressemitteilungen an regionale Printmedien.

5. Effizienz

Wir verfügen über eine moderne Verwaltungsausstattung mit allen notwendigen Kommunikationsmitteln sowie über eigene Seminarräume. Unsere Geschäftsstellen in Erfurt und in Gera sind verkehrstechnisch gut angebunden. Außerhalb unserer Geschäftsstellen haben wir die Möglichkeit, die ver.di-Bildungsstätte Saalfeld und andere Tagungshäuser in Thüringen als Orte des Lernens und der Begegnung zu nutzen. Sie bieten Teilnehmer/innen Raum für Bildung, Kommunikation, Auseinandersetzung und Entwicklung zukünftiger Handlungsoptionen.

Wir sind mit einem flexibel steuerbaren Finanzbudget ausgestattet. Dabei sind wir auf eine verbindliche und dauerhafte, anteilige Finanzierung durch den Freistaat Thüringen ebenso angewiesen wie auf einen ausreichenden Anteil von Teilnehmerentgelten.

Wir planen und organisieren bedarfsgerechte Bildungsmaßnahmen, führen diese durch und prüfen ihren Erfolg. Wir sind in der Lage, ein sehr umfangreiches Bildungsprogramm anzubieten und zu realisieren. Wir sind durch eigene Seminareröffnungen/ Seminarbetreuungen „nah“ an den Teilnehmer/innen und können so auf sich verändernde Bildungs-bedarfe stets reagieren.

Unsere tägliche Arbeit ist geprägt von der Notwendigkeit, effektiv, effizient und kostenbewusst zu arbeiten sowie für entstehende Probleme praktikable Lösungen zu entwerfen.

6. Gleichbehandlungsprinzipien

Fragen der Gleichberechtigung, Gleichstellung und Teilhabe sind für uns wichtiger Bestandteil einer arbeits- und lebensweltbezogenen Bildung.

Dies entspricht zugleich unserem Verständnis der Inklusiven Bildung, was bedeutet, dass allen Menschen – unabhängig von Geschlecht, Religion, ethnischer Zugehörigkeit, besonderen Lernbedürfnissen, sozialen oder ökonomischen Voraussetzungen – die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln.

Unsere Bildungsangebote richten sich thematisch und inhaltlich gleichberechtigt an beide Geschlechter. Dabei ist uns eine geschlechtergerechte Ansprache innerhalb aller Arbeitsbezüge – in Seminaren, Veröffentlichungen, Bildungsprogrammen – wichtig.

7. Grundverständnis von Qualitätsmanagement

Wir sind eine moderne und leistungsfähige Dienstleistungseinrichtung und ein verlässlicher Ansprechpartner in den beschriebenen Aufgabenfeldern der Erwachsenenbildung. Wir verstehen uns als eine lernende Einrichtung, die Qualitätsentwicklung als einen fortwährenden Prozess versteht, der offen ist für Innovationen und flexibel auf veränderte Bedingungen der Bildungsarbeit reagiert.

Bezugspunkt unserer Arbeit sind immer unsere Teilnehmer/innen. Die Sicherung der Teilnehmerzufriedenheit stellt für uns ein grundlegendes Element des Qualitätsentwicklungsprozesses dar.

In Form von Qualitätsentwicklungsprojekten reflektieren, entwickeln und/oder vervollkommnen wir ständig Teilbereiche unserer Bildungsarbeit.

Prozessabläufe von der Bedarfsanalyse, Konzipierung und Veröffentlichung von Bildungsangeboten über den Teilnehmererstkontakt, Anmeldeverfahren, Seminarverwaltung, Seminarvorbereitung und Seminardurchführung bis hin zur Evaluation von Bildungsveranstaltungen unterliegen der ständigen Qualitätskontrolle. Vielfältige Seminarmethoden zu Feedback und Reflexion sowie standardisierte Fragebögen zur Seminarauswertung münden in einer Gesamtevaluation und dienen der qualitativen Weiterentwicklung unserer Bildungsangebote.

Als Verfahren zur Qualitätsentwicklung hat sich das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. für das QVB Qualitätsentwicklungs- und -Zertifizierungsverfahren entschieden – einem Qualitätsmanagementmodell, das von der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE) und dem Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben DGB/VHS entwickelt wurde – und arbeitet seit 2010 danach.